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Charta | Für eine würdevolle Begleitung bis zuletzt

Die Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen

Jeder Mensch hat das Recht auf eine würdevolle Begleitung am Lebensende – unabhängig von Alter, Herkunft, Wohnort oder Erkrankung. Dafür steht die Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland. Sie formuliert fünf Leitsätze, die eine bedarfsgerechte Hospiz- und Palliativversorgung fördern und weiterentwickeln sollen.

Die Charta wurde von der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin, dem Deutschen Hospiz- und PalliativVerband sowie der Bundesärztekammer gemeinsam mit rund 200 Expertinnen und Experten aus Gesundheitswesen und Gesellschaft erarbeitet. Ihr gemeinsames Ziel ist es, die Versorgung schwerstkranker und sterbender Menschen nachhaltig zu verbessern und allen Betroffenen ein selbstbestimmtes Leben bis zuletzt zu ermöglichen.

Die Stadt Halle unterstützt die Charta

Am 18. November 2019 unterzeichnete die Stadt Halle die Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen und nahm das Charta-Zertifikat offiziell entgegen. Mit der Unterzeichnung des Zertifikats bekennt sie sich zu einer bedarfsgerechten Hospiz- und Palliativversorgung sowie zur gemeinsamen Verantwortung für Menschen am Lebensende. Die Charta macht deutlich, dass Sterben, Tod und Trauer zum Leben gehören und eine Kultur der Fürsorge und des Miteinanders gefördert werden soll.

(Foto: Dr. Bernd Wiegand, Rainhard Feuersträter, Kerstin Conrad, Thomas Wüstner, Kathrin Dietl und Schirmherr Dr. Bertram Thieme)

Die Ziele der Charta

Die Charta setzt sich dafür ein,

  • dass Menschen eine qualifizierte und bei Bedarf multiprofessionelle Begleitung erhalten,dass Hospiz-
  • und Palliativversorgung für alle gleichermaßen zugänglich ist,
  • dass die Selbstbestimmung am Lebensende geachtet wird,
  • dass Sterben, Tod und Trauer als Teil des Lebens gesellschaftlich anerkannt werden,
  • und dass Aus-, Fort- und Weiterbildung sowie Forschung in diesem Bereich weiter gestärkt werden.

Gemeinsam Verantwortung übernehmen

Eine gute Begleitung am Lebensende gelingt nur, wenn Politik, Gesundheitswesen, soziale Einrichtungen und die Gesellschaft gemeinsam Verantwortung übernehmen. Deshalb wurden die Leitsätze der Charta in einer Nationalen Strategie mit konkreten Handlungsempfehlungen ergänzt. Sie geben Einrichtungen Orientierung und zeigen Wege auf, wie die Hospiz- und Palliativversorgung weiter verbessert werden kann – beispielsweise durch Bildungsangebote, Forschungsprojekte oder öffentliche Informationsveranstaltungen.

Auch Sie können die Charta unterstützen

Mit Ihrer Unterschrift setzen Sie ein Zeichen für eine würdevolle Begleitung schwerstkranker und sterbender Menschen. Sie tragen dazu bei, das Bewusstsein für Hospiz- und Palliativarbeit zu stärken und ihre Weiterentwicklung zu fördern.